Die Finalisten

Finalist in der Gruppe unter 10 Beschäftigten: Liebe-Lachen-Leben

Nadel und Faden passt nicht zu Bits und Bytes? Irrtum! Die angehenden Damenschneiderinnen von Liebe-Lachen-Leben aus Willingen im Sauerland beweisen das Gegenteil. Ihre Kreativität bezieht sich nicht nur auf Kreationen aus Stoff, sie sind genauso fit mit Computerprogrammen und haben sich ein Extranet ausgedacht. Damit kommuniziert das Schneideratelier jetzt mit den wichtigen Stammkunden, tauscht Modelle, Schnitte und Materialbedarf aus. Und natürlich laufen auch Aufträge über das neue System. Umgesetzt wurde es nach ersten Überlegungen mit Excel dann doch professioneller mit Hilfe eines externen IT-Spezialisten. Und die wichtigste Kundin durfte mitreden und war am Ende genauso wie die Auszubildenden aus dem Sauerland ganz ungeduldig, wann es denn endlich läuft.

Ohne das Digiscout-Projekt hätte die kleine Werkstatt so etwas nicht umsetzen können, davon ist Inhaberin Ute Schlenger überzeugt. Schneller und strukturierter zu arbeiten, das ist der Gewinn für den Handwerksbetrieb.

In der Gruppe der Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten gehört Liebe-Lachen-Leben zu den Finalisten. Das Digiscout-Team hat eigenständig gearbeitet und eine Lösung umgesetzt, von der Unternehmen und Kunden in hohem Maße profitieren. Digital sind jetzt nicht mehr nur die Nähmaschinen…

Sie wollen mehr über das Projekt erfahren? Lesen Sie hier das ausführliche Praxisbeispiel.

Finalist in der Gruppe unter 10 Beschäftigten: GGV Grenzgänger Versicherungen AG

Bis zu 80 Prozent mehr Zeit für die Belange der Kunden. Wenn das kein Fortschritt ist, was dann? Ausgangspunkt war die Access-Datenbank, die mit 50.000 Kundenkontakten überfordert und zudem unkomfortabel war. Der Digiscout, angehender Kaufmann für Bürokommunikation, recherchierte nach einem Customer Relationship-Management-System und verzweifelte ob der Vielfalt an Lösungen, die alle nicht wirklich passten und sehr teuer waren. Zufällig stieß er auf eine Open Source-Lösung, die sich einfach und schnell an die Anforderungen anpassen ließ. Die Anpassungen konnte er selbst programmieren, der Datentransfer war ein Klacks. Und weil er und sein Chef jetzt Feuer gefangen hatten, wurden auch noch die Buchhaltung und die Telefonanlagen digitalisiert.

Das Büro lässt sich jetzt von jedem Ort der Welt mit dem Handy steuern, freut sich Inhaber Nico Prioetti. Aber viel wichtiger als dieser Wohlfühleffekt ist für das Versicherungsbüro aus Lörrach nach der Schweizer Grenze, dass die Mitarbeiter jetzt bis zu 80 Prozent von Routinearbeiten und teilweise als absurd empfundenen Prozessen entlastet sind und sich viel intensiver den Kunden widmen können: Deutschen, die in der Schweiz arbeiten und sich dort kranken- und sozialversichern müssen.

GGV Grenzgänger Versicherungen AG ist nominiert in der Gruppe unter zehn Beschäftigten, weil der beeindruckende Produktivitätsfortschritt beispiellos ist.

Finalist in der Gruppe 10 bis 49 Mitarbeiter: Schülken Form GmbH

Die im Dauereinsatz betriebenen Spritzgussformen erfordern immer wieder Wartungs- und Reparaturen. Flugreise zu internationalen Kunden und langwierige Telefonate waren üblich, denn die Störstellen erforderten Fachkenntnisse der hochkomplexen Formteile der Projektleiter oder Konstrukteure. Heute unterstützt eine 3D Brille die Fehleranalyse. Kunden gleichen das Formstück mit den eingespielten Daten in der Brille ab und können der Serviceabteilung präzise Angaben zur Fehlerquelle liefern. Das ermöglicht dem Unternehmen rasch zu reagieren und die Störstelle zu beheben.

Die Idee der Digiscouts, den Serviceprozesses digital mithilfe einer 3D Brille zu unterstützen, ist für das Unternehmen ein großer Fortschritt im Bereich der Digitalisierung. Der Kundenservice ist heute effizienter und kostengünstiger. Der Kunde schätzt die um Tage kürzeren Ausfallzeiten. Und über weniger Auslandsreisen freut sich auch so mancher Mitarbeiter.

Finalist in der Gruppe 10 bis 49 Beschäftigte: Truck Center Ducke GmbH Co.KG

Rechnung ausdrucken, in einen Umschlag stecken, Briefmarke drauf und ab in den Briefkasten. So war es lange Zeit auch beim Truck Center Ducke üblich - bis das Digiscout-Projekt startete. Der Automobilkaufmann im 2. Lehrjahr fand, dass man kundenfreundlicher, schneller und umweltfreundlicher werden könnte und überzeugte die Geschäftsführung und die Kollegen. Das vorhandene ERP-System erweiterte er um das Modul Rechnungserstellung und Versand. Insgesamt wird die Arbeit deutlich effizienter.

Das Truck Center Ducke ist in der Gruppe 10 bis 49 Beschäftigte nominiert, weil es seinen digitalen Fortschritt zu hoch eingeschätzt hat wie kein zweites. Man sieht: Auch an sich „kleine“ Änderungen können große Wirkung entfalten. Zudem zeigt sich, dass interne Prozessoptimierung zu einem Zuwachs an Kundenfreundlichkeit und Service führt.

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Finalist in der Gruppe 50 bis 249 Mitarbeiter: Hermann Bilz GmbH & Co. KG

Wer so ein erklärungsbedürftiges Produkt vertreibt wie der Hersteller von Präzisionswerkzeugen, braucht schon mal zehn Minuten, bis am Telefon das richtige Katalogwerkzeug gefunden ist. Mit dem Product-Selector kann der Kunde selber suchen und gezielter nachfragen - oder mit der Bestellnummer direkt ordern. „Gebaut“ hat den Product-Selector ein Digiscout in der Rekordzeit von nur drei Monaten. Der Nutzen für die Kunden ist groß: Sie sind nicht mehr an deutsche Bürozeiten gebunden, wenn sie Fragen haben. Sie kommen schneller an das gewünschte Produkt, das eindeutig identifizierbar ist. Die Vertriebsmitarbeiter sparen sich viele redundante Telefonate und Nachfragen und können sich den wirklich komplexen Anfragen widmen.

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Finalist in der Gruppe 50 bis 249 Mitarbeiter: Anselm Winterhalter Spedition und Omnibusbetrieb

Wie kommuniziert man mit der Mehrheit der Belegschaft, wenn diese unterwegs ist? Intranet funktioniert nicht hinter dem Lenkrad, Briefpost dauert zu lange und zuhause sind sie Fahrer auch nur selten. Die Digiscouts lösten das Problem mit einer App, die auf dem Mobiltelefon aktuell informiert und rasches Antworten ermöglicht. Sehr eigenständig haben die beiden Azubis ihr Ziel verfolgt und einen großen Vorteil für alle Beteiligten erreicht. In einer Branche, die nur schwer Fachkräfte findet, ist der Einsatz so moderner Kommunikationsmittel außerdem ein Pluspunkt für das Personalmarketing.

Finalist in der Gruppe 250 bis 499 Mitarbeiter: KLEINER GmbH Stanztechnik

Ein klassisches Industrie 4.0-Projekt hat das Digiscouts-Team in Pforzheim umgesetzt: Statt manchmal schwer zu entziffernden Bestellungen aus einem Briefkasten zu fischen, bekommen die Lagermitarbeiter die Bestellungen von den Stanzmaschinen jetzt direkt auf ein Tablet. Die Mitarbeiter an den Maschinen werden schneller und vor allem mit dem Richtigen beliefert und können sich ansonsten auf ihre Maschinen konzentrieren. Und die Bestellung wird gleich im ERP-System vermerkt.

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Finalist in der Gruppe 250 bis 499 Mitarbeiter: Ferro GmbH

Finalist in der Gruppe 250 bis 499 Mitarbeiter: Ferro GmbH

Jeder neue Azubis steht erst einmal vor einem Tisch mit Aktenordnern voller Ausbildungspläne, Aufgaben, Abfragen und so fort. Nicht gerade motivierend fanden das vier Chemielaboranten und richteten eine digitale Lernplattform ein. Basierend auf einer gängigen Software konnten sie selbst die nötigen Anpassungen programmieren. Sie sparen Papier und sind in der Ausbildung moderner, denn jetzt sind auch Lernvideos möglich. Und wer weiß? Vielleicht breitet sich E-Learning weiter aus im Unternehmen?

Finalist in der Gruppe über 500 Mitarbeiter: FEINWERKTECHNIK hago GmbH

Abrechnungen von Dienstreisen sind ein leidiges Thema: Belege sammeln - bloß nichts vergessen! - alles abgeben und dann die Auszahlung abholen. Nicht mehr bei dem Werkzeugbauer: Reisende fotografieren oder scannen ihre Belege, die gleich in die Finanzbuchhaltung weitergeleitet werden. Die Abrechnung und Auszahlung erfolgt rasch und bargeldlos. So ein schlanker Prozess entlastet die Reisestelle, die hier von einer Person „mitgemacht“ wurde. Und für die Reisenden ist das Ganze viel unbürokratischer und schneller.

Finalist in der Gruppe über 500 Mitarbeiter: Berliner Stadtmission

Auf die Vision des Azubis der Berliner Stadtmission folgte eine klare Mission: Der Digiscout, ein angehender Fachinformatiker, entwickelte eine digitale Informations- und Kommunikationsplattform für die sprichwörtlich diversen Zielgruppen.
Da die Berliner Stadtmission vielseitig aufgestellt ist, hat sich der Azubi zunächst auf die Einrichtung Refugio konzentriert, um seine Idee zu entwickeln, umzusetzen und auch zu testen.
Das Refugio, ein Wohn- und Arbeitshaus, ist ein Integrationsprojekt für Menschen mit multinationalem Hintergrund und bietet diverse Aktivitäten für die unterschiedlichen Zielgruppen an. Daher sind primäre Nutzer der App Betreiber, Personal und Bewohner des Hauses.
Mit der App können die verschiedenen Sprachbarrieren multimedial leichter überwunden werden, die Kommunikation erfolgt transparenter, organisierter und verlässlicher. Zudem werden alle Informationen zentral auf einem Kanal übermittelt. Darüber hinaus sind die Daten jederzeit mobil überall abrufbar.

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Projekt aus einer überbetrieblichen Ausbildungseinrichtung: Kolping Bildungswerk gGmbH

Chancen ergreifen und einfach nutzen, genau das haben sich auch die zwölf Mädels der Kolping Bildungswerk gGmbH aus Frankfurt am Main gedacht und getan und verwirklichten im Rahmen des Digiscout-Projekts einen YouTube-Channel Kolping Bildungswerk Frankfurt gGmbH Hauswirtschaft. Sie alle sind Auszubildende zu Hauswirtschaftlerinnen. Ein Beruf, der sehr vielseitig ist: Aufgaben und Kow-how reichen hier fachübergreifend von fachgerechter Verpflegung, sachgerechter Haus- und Textilreinigung oder personenorientierter Betreuung bis hin zum Fachwissen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz, Hygieneregeln sowie Umweltschutzmaßnahmen.

Wer nun denkt, so ein Channel ist schnell gemacht, der irrt sich – auf die Mädels kamen viel Arbeit und neue Herausforderungen zu. Neben Azubi-Alltag und Berufsschule standen nun auch Projektmanagement und später Bild-, Ton- und Filmbearbeitung auf dem „Lernplan“. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von ihrer Ausbilderin Bianca Schuster, Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin. Mittlerweile sind dreizehn Erklärvideos online.

Projekt aus einer überbetrieblichen Ausbildungseinrichtung: SozDia Jugendhilfe, Bildung und Arbeit gGmbH

Seit neuestem können die Mitarbeiter des Ausbildungsrestaurants „Am Kuhgraben“ der SozDia Stiftung Berlin ihre Arbeitsstunden digital erfassen.
Die Anwesenheitsliste auf Papier wurde durch eine passwortgeschützte Excelliste ersetzt, die über ein Tablet bedient wird. Die Azubis können ihre Anwesenheit selbst eintragen, das spart Ressourcen. Gleichzeitig haben alle einen besseren Überblick über ihre Urlaubs- und Krankheitstage. Außerdem können die Listen schneller und ohne Umweg an die Jugendberufsagenturen weitergeben werden.

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